Auch für die neue Fluggesellschaft JOON gelten die europäischen Fluggastrechte. Das wiederum bedeutet, dass Sie als Passagier im Falle einer Verspätung oder einer Nichtbeförderung, die das Unternehmen zu verantworten hat, eine Erstattung durch Refundster einleiten lassen können.

Gab es eine Verspätung von mehr als drei Stunden oder Ihr Flug konnte aufgrund von technischen Problemen nicht starten: Beantragen Sie eine Erstattung mit Refundster!

Was unterscheidet die seit 01.12.2017 fliegende JOON von anderen Fluggesellschaften: Aus ökonomischer Sicht vor allem dadurch, dass sie auf ihre eigene sexy Weise bei den Kosten einsparen will, nicht aber bei den Preisen für das Ticket – diese bewegen sich innerhalb der Billigliga leicht über dem Durchschnitt. Die Flugbegleiter umsorgen die Millennials in legeren Sneakers kombiniert mit modisch enggeschnittenen Poloshirts, serviert wird Quinoa Ratatouille à la Mediterran. Darin liegt auch der größte Unterschied zum ebenso günstigen Konkurrenten Ryanair. Passagiere sollen der JOON Airline die Kosteneinsparung nicht anmerken. Um die bestehende Marke „Air France“ nicht zu gefährden, haben sich die Franzosen lieber einen neuen Namen erdacht. Zugleich können sie Personal zu günstigeren Bedingungen, teils auch extern anheuern – ganz nach dem Erfolgsrezept von Ryanair.

Verspätung bei JOON

Die Frage, die sich stellt, ist: Werden die knapp bemessenen Mittel zur höheren Anfälligkeit beim Betrieb führen und die Pünktlichkeit gefährden? Die auf junge Kundschaft gestylte Airline genoss anfänglich noch Vertrauensvorschuss. Leider haben Refundster-Daten ergeben, dass Flugverspätungen bei JOON nicht seltener sind als bei der Konkurrenz, wenn nicht sogar teils noch häufiger.

Eine starke Verbindung nach Deutschland, mit täglich mehreren Flügen, hat JOON aktuell von Paris aus nach Berlin (sechs Flüge), nach Hamburg (vier Flüge), nach München (drei Flüge) und Düsseldorf (ebenso drei Flüge). Frankfurt ist hingegen noch kein Drehkreuz für JOON bzw. wird bereits vom Air France und KLM selbst rege bedient.

In Planung hat JOON auch neue Destinationen wie Rom, Neapel, Oslo, Istanbul, Kairo, Teheran und Kapstadt. Im Gegensatz zur Transavia, ebenso Tochter von Air France-KLM, zahlt JOON seinen Piloten aktuell noch genauso viel wie Air France. Die insgesamt bis zu 20 % niedriger angepeilten Kosten, werden durch externes Kabinenpersonal und teils ältere und somit günstigere Flieger erzielt. Leider wirken sich die älteren A320 bzw. die größeren A340 bei Interkontinentalflügen nicht positiv auf eine bessere Verlässlichkeit oder Flugpünktlichkeit aus.

Auch die junge Zielgruppe ist nicht gewillt auf Zuverlässigkeit und Kostentransparenz zu verzichten, auch wenn hippe Serien und WLAN bald über der Erde die Langeweile vertreiben sollen.